In einer neuen Variante täuschen Ransomware-Betrüger ihre Opfer mit E-Mails, die angeblich im Zusammenhang mit Geschäftskontinuitätsplänen inmitten der Coronavirus-Pandemie stehen
Nun, es scheint, dass Hacker ihre Phishing-E-Mails weiterhin an die COVID-19-Krise anpassen und nun gefälschte Nachrichten über Geschäftskontinuitätspläne und neue Zahlungsverfahren verwenden, um den LokiBot-Informationsdiebstahler zu verbreiten, so Microsoft-Forscher.
Im Frühjahr 2020 nutzte das Microsoft Security Intelligence-Team Twitter, um Beispiele dieser Nachrichten zu veröffentlichen. Eine E-Mail enthielt die Betreffzeile: „Ankündigung des Geschäftskontinuitätsplans ab Mai 2020.“ Eine weitere Betreffzeile wurde angekündigt: „E-Payment-Banktransaktionen“, wobei im Text der E-Mail beschrieben wird, dass Zahlungen per Scheck während der COVID-19-Pandemie nicht mehr akzeptiert werden.
Die E-Mails enthalten bösartige Anhänge, die beim Öffnen Makros aktivierten, die den LokiBot-Informationsdiebstahler installierten.
Laut einem Bericht von FortiGuard Labs ist LokiBot-Malware in der Lage, eine Reihe von Informationen zu erfassen, darunter in einem Browser gespeicherte Passwörter, E-Mail-Passwörter und FTP-Anmeldeinformationen.
Seit die Weltgesundheitsorganisation COVID-19 im März 2020 zur globalen Pandemie erklärt hat, nutzen Betrüger, Cyberkriminelle und sogar einige staatliche Bedrohungsakteure den Gesundheitsnotstand, um von der Hysterie zu profitieren.
Zunahme von COVID-19-Betrügereien
Im Mai 2020 berichtete das Sicherheitsunternehmen Check Point Software, dass seine Forscher über einen Zeitraum von drei Wochen jede Woche 192,000 Angriffe im Zusammenhang mit COVID-19 registriert hatten. Zu diesen Angriffen gehörte die Bereitstellung bösartiger Domänen und Phishing-E-Mails.
Check Point stellte außerdem fest, dass im gleichen Zeitraum fast 20,000 neue Domains registriert wurden, deren Namen entweder COVID-19 oder Coronavirus enthielten. Von diesen neuen Domains gelten etwa 17 % als verdächtig oder bösartig.
Darüber hinaus stellte die Kreditagentur TransUnion fest, dass auch die Telekommunikations-, E-Commerce- und Finanzdienstleistungsbranche stark von Betrug und neuen Machenschaften im Zusammenhang mit COVID-19 betroffen ist – darunter Kreditkartenbetrug und ein starker Anstieg von Identitätsdiebstahl. Das ist ein weiteres Symptom einer wachsenden Pandemie, bei der es keine Anzeichen dafür gibt, dass sie in absehbarer Zeit verschwinden wird.
